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Schattenbahnhofsteuerung beide Fahrtrichtungen

Schattenbahnhofsteuerung für beide Fahrtrichtungen

In der beschriebenen Steuerung für eine Fahrtrichtung war u.a. der Nachteil, dass ein Auffahren eines Zuges auf einen bereits geparkten nicht zu vermeiden ist.

Auf Anfrage eines Modellbahners, der einen dreigleisigen Schattenbahnhof in beiden Richtungen betreiben will, habe ich nach längerem Grübeln die folgende Schaltung entwickelt:

Schaltplan

Schaltung zum Vergrößern anklicken

Szenario / Wirkungsweise

Normalerweise hat der vorher den Bahnhof verlassende Zug die Abschaltstrecken des jeweiligen Gleises bereits eingeschaltet. Fährt ein Zug von rechts oder links in den Schattenbahnhof ein, wird der Kontakt zum Einschalten erneut betätigt. Falls inzwischen die Weichen des Abstellbahnhofes umgestellt wurden, werden jetzt die Abschaltstrecken des eingestellten Gleises zugeschaltet. Sollte in diesem Gleis noch ein Zug stehen, so fährt dieser ab, so dass der nachfolgende nicht auffährt. (Beim Einsatz von Gleiskontakten anstelle von Reedkontakten beginnt das Relais allerdings zu „flattern“, da immer wieder umgeschaltet wird!).

Der einfahrende Zug passiert die erste Abschaltstrecke, die in diesem Moment noch eingeschaltet ist. Anschließend wird der Kontakt in der Mitte des Abstellgleises betätigt, der das Relais des entsprechenden Gleises umschaltet. Damit ist die nun vor dem Zug liegende zweite Abschaltstrecke ausgeschaltet, der Zug bleibt stehen. (Damit das Fahrzeug bei hohen Geschwindigkeiten nicht über die Abschaltstrecke hinaus rutscht, kann ein Widerstand den Fahrstrom begrenzen und damit die Geschwindigkeit reduzieren.)

Zum Abrufen eines Zuges werden die Weichen gestellt (in der Schaltung nicht dargestellt) und anschließend der Taster zum Abrufen des Zuges betätigt, so lange bis das Fahrzeug die Abschaltstrecke passiert hat. Beim Ausfahren aus dem Bahnhofsbereich wird der Kontakt zum Einschalten betätigt, so dass jetzt das hinter dem Zug liegende Gleis eingeschaltet wird und den nächsten Zug aufnehmen kann.

Die Schaltung ist auf n Gleise erweiterbar, jedoch nur, wenn die Weichen der Abstellgleise hintereinander liegen und damit das Auswählen des zugehörigen Relais als Reihenschaltung der Weichenumschalter realisiert werden kann.

Leitungsfarben

Grüne Leitungen:

Fahrstrom (digital oder analog) wird zu den beiden Abschaltstrecken jedes Gleises geleitet (Länge der Abschaltstrecken ca. 1,5*Loklänge). Je nach Stellung des zugehörigen Relais-Umschalters liegt entweder permanent Fahrstrom an den Abschaltstrecken (zur Geschwindigkeitsreduzierung evtl. über Widerstand) ODER der Fahrstrom ist abgeschaltet und wird über den Taster zum Abrufen des Zuges zugeführt.

Blaue Leitungen:

...
bewirken das Einschalten des Fahrstromes über Reedkontakte im Gleis (oder bei Schaltung über Null auch Gleiskontakte möglich). Beim Befahren eines Reedkontaktes außerhalb des Bahnhofsbereiches wird der Relaisspule1 16V Spannung zugeführt, so dass es in die Stellung „Fahrstrom an (über Widerstand)“ geht und damit permanent Fahrspannung an den Abschaltkontakten liegt.
Welches Relais umgeschaltet wird, wird durch die Stellung der Umschaltkontakte („Rückmeldekontakte“) an den Weichenantrieben entschieden.

Rote Leitungen:

...
bewirken das Ausschalten des Fahrstromes über Reedkontakte in der Mitte der Abstellgleise.
Beim Befahren des Reedkontaktes wird der Relaisspule2 16V Spannung zugeführt, so dass es in die Stellung „Fahrstrom aus, Abrufen über Taster“ geht. Die nun vor dem Fahrzeug liegende Abschaltstrecke am Ende des Abstellgleises ist damit spannungslos, bis mit dem Drücken des Tasters wieder Fahrspannung zugeführt wird.

Wer sich die Beschreibung ausdrucken und in Ruhe durcharbeiten möchte, kann sich hier gern ein » pdf-Dokument downloaden [2.622 KB] .