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Lampen an Holzmasten

In der DDR gab es keine allzu große Vielfalt an Straßenlampen. Vielfach kamen runde Parkleuchten oder Straßenleuchten in Form eines schwarzen Lampenkörpers zum Einsatz, der zwei Größen - je nach Leistung 250 Watt oder 125 Watt aufwies. Ältere Bauformen bestanden aus Blech und zeigten die sogenannte "Tropfenform".

Die Firma BUSCH hat nun dem Bedarf der Modellbahner, die die Epoche IV fahren, Rechnung getragen und die sog. "Industrieleuchten" auf den Markt gebracht. Das Set aus zwei Leuchten kostet um 9 Euro und ist damit recht preiswert.
Die Lampen sind mit weißen SMD-LED's ausgestattet und bestehen aus dem Lampenkörper, einem Metallrohr und einem Befestigungselement, mit dem sie an Masten, Wände etc. einfach aufgeklebt werden können.

VORSICHT: Am Pluspol ist eine Schutzdiode gegen Verpolung eingelötet und am Minuspol der unbedingt nötige Vorwiderstand.
Ein Teil dieser Lampen sollte an meine Fahrleitungsmasten befestigt werden. Da diese aber "genullt" sind, ist der Vorwiderstand überbrückt - das bedeutete unweigerlich das Ende der LED. Deshalb habe ich den Widerstand mit an den Pluspol gelötet und bin damit nun auf der sicheren Seite.

Hier soll kurz gezeigt werden, wie man mit diesen Lampen die häufig an Holzmasten angebrachten Straßenleuchten herstellt. Die Reichsbahn griff auf diese Bauform häufig an Bahnübergängen oder im Bereich der Gleisfeldbeleuchtung zurück.

Neben dem Lampenset benötigt man aus der Bastelkiste zwei Plastikprofile, die die Betonfundamente imitieren.
Als Holzmast dienen Schaschlik-Spieße aus Holz. Diese kann man auf die gewünschte Länge (Lampenhöhe) kürzen. Am oberen Ende wird der Mast zweiseitig angeschrägt.
Diese Wurstspieße können ruhig auch einmal etwas schief sein ! Noch heute sieht man an manchen Bahnübergängen oder auf Bahnhöfen solche "krummen" Lampenmasten !

Zunächst kürzt man die Schaschlikspieße auf die gewünschte Lampenhöhe ein. Das obere Ende wird über Schmirgelpapier beidseitig angeschrägt.

Die Lampe wird an den Mast geklebt.

Nachdem der Kleber ausgehärtet ist, werden die dünnen Zuleitungsdrähte glatt am Mast nach unten geführt und mit wenig Kleber in ihrer Lage fixiert.

Dann werden die beiden Fundamentteile einander gegenüber stehend angeklebt und dabei auch der Zuleitungsdraht von der Lampe dazwischen mit fixiert.

Nach dem Aushärten des Klebers kann nun mit der Farbgebung begonnen werden. Die Befestigungselemente am Mast und das Metallrohr an der Lampe erhielten bei der DR häufig einen hellgrauen Anstrich, die Betonfundamente bekommen eine betongraue Farbgebung.
Zum Schluss wird der Mast in einem dunklen Braun gestrichen.

Damit ist eine preiswerte, epochegerechte Lampe entstanden.

Auf dem Schmalspur-Bahnsteig steht eine Holzmastleuchte mit 2 Lampen. Auch an Gittermasten der Fahrleitung können die Lampen angebracht werden. (Vorsicht, falls die Fahrleitung unter Spannung steht - Vorwiderstände der Lampe entsprechend anpassen !)