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Szenen am Rande

Nicht nur der Fahrbetrieb macht eine Modellbahn aus. Oft sind es die kleinen Szenen am Rande, die eine Modell-Landschaft erst "lebendig" werden lassen. Also lehnen wir uns mal in Gedanken aus dem Zugfenster und beobachten die vielen kleinen Szenen rechts und links des Bahndammes:

Die alten Personenwagen (Bauart Biuv) sind längst nicht mehr im Einsatz. Ein Eisenbahnfreund hat sich einen solchen Wagen zum Schrottwert gekauft und als Laube ausgebaut - natürlich in der Nähe der Bahnstrecke.

Manchmal verlegt das Personal der Rangierlok die Pause hierher, um bei der Verwandtschaft im Wagen einen Kaffee zu trinken. Heute geht das nicht - das Rangiersignal zeigt schon den Fahrtbegriff. Weiter geht's mit dem Rangiergeschäft, denn die Strecke muss wieder frei werden.

Oma Ursel wohnt in der Nähe des Bahnhofs, der Garten hinter Ihrem Haus grenzt gleich an den Bahndamm der Hauptstrecke. Mit ihrem Enkel sitzt sie oft vor ihrem Haus und beobachtet das geschäftige Treiben hinter dem Gartenzaun.

Die vorbeifahrenden Züge lassen das Holz-verkleidete Haus manchmal ganz schön rappeln, aber seine Bewohner sind längst daran gewöhnt. Und für den Enkel ist der Besuch bei den Großeltern immer wieder ein tolles Ferienerlebnis.

Das Stellwerk "W2" war einst für die Aus- und Einfahrten aus westlicher Richtung zuständig. Auch der Bahnübergang auf der Bahnhofstraße wurde früher von hier aus bedient.

Doch auch bei der DR muss rationalisiert werden. Der Bahnübergang ist nun mit einer vollautomatischen Anlage gesichert (siehe Szene "Bahnübergänge"), die Fahrstraßen und Signale werden von der "B1" am anderen Bahnhofskopf mit übernommen.

Also ist die "W2" überflüssig geworden und wird abgerissen.

Auf der Anhöhe neben der Hauptstrecke erwartet ein Fotofreund den nächsten Zug. Es hat sich herumgesprochen, dass heute der Personenzug auf der Nebenstrecke mal wieder mit der Dampflok der Baureihe 38 verkehrt.
(Siehe "Fahrt in die Berge")

Sein Kumpel hat den Fotografen an die Strecke gefahren und gönnt sich einstweilen ein Pfeifchen, denn Eisenbahn fotografieren ist nun gar nicht sein Hobby. "Hoffentlich wird der bald färtsch mit seim Geknipse" wird er sich in breitem Sächsisch denken.

Einer der Fahrdienstleiter hat sich zwischen den beiden Bahnstrecken ein Gärtchen angelegt, um auch in der dienstfreien Zeit "seiner Bahn" nahe zu sein.

Manchmal schauen auch Kollegen am Garten des Fdl auf einen kleinen Schwatz vorbei. Da kann man schon mal die Zeit vergessen.
Der Triebwagen um 12.06 Uhr an Neustadt - Gleis 2 erinnert ihn daran, dass er in einer knappen Stunde wieder zum Dienst auf das Stellwerk muss.

Der Sohn des Bahnhofsvorstehers Müller hat zur Jugendweihe einen Motorroller geschenkt bekommen (ein Motorrad wäre ihm lieber gewesen). Der Vati hat sich derweil ein schickes neues Auto geleistet.

Nun startet er zu einem Ausflug und lässt den Motor erst noch einmal ordentlich aufheulen - sehr zur "Freude" der Anwohner...

... Apropos Anwohner: Die treffen sich recht oft im Garten von Familie Müller zum kleinen Schwatz. Ein wenig Holz zum Verbrennen fällt im Garten immer an und manchmal wird auch der Grill angeheizt.

Die Drei sind gerade in einen mächtigen Disput verstrickt - vielleicht geht es um den Abriss des guten alten Stellwerks "W2" (siehe oben), auf dem sie so lange gemeinsam Dienst taten.
"Neee war'n das Zeiten!"

Während die Rentner schon im Garten um das Feuerchen sitzen, winkt nun auch für Herbert Skiba von der Stadtbeleuchtung der Feierabend.

Er hat heute im Auftrag der Bahnmeisterei eine Lampe der Gleisfeldbeleuchtung gewechselt. Jetzt ist wieder ordentlich Licht im Rangierbereich. Gerade hier wo zahlreiche ortsbediente Weichen liegen, ist helles Licht ganz wichtig.